10.12.2009

das Ende der klassischen Kundenansprache

Internet gibt den Ton an! Da bisherige Konzept von "Zielgruppen", die sich mit soziodemografischen Faktoren beschreiben liessen, greift nicht mehr. Differenzierung und Individualisierung ist angesagt. Der moderne Konsument folgt seinen persönlichen Präferenzen, spart beim Nebensächlichen, klotzt, wo es ihm wichtig ist, und definiert so seinen persönlichen Luxus.
Die Macht ist beim Kunden - das Blatt hat sich gewendet! Heute verlassen sich Konsumenten auf Bewertungen von Familie, Freunden, Konsumenten im Netz; das Stichwort: Empfehlungswirtschaft: AUTHENTIZITÄT in einer Zeit der Selbstverwirklichung!

Also Unternehmen, wenn ihr auf diesen fahrenden Zug aufsteigen wollt, hier 10 Erkenntnisse, die ihr akzeptieren müsst:
  1. Das Vertrauen in Hersteller und Händler sinkt, das Vertrauen in die Referenz-Meinung anderer Kunden steigt.
  2. Konsumenten schliessen Hersteller und Händler beim Netzwerken und Informationsammeln zunehmend aus.
  3. Das Ende des "einsamen Konsumenten" - er handelt immer mehr als Teil eines kollektiven Netzwerks.
  4. Die Konsumentenmärkte von morgen sind auf gesellschaftlicher Ebene verbundene Märkte.
  5. Zweit- und Drittmeinungen sind schneller und billiger erhältlich und selbst bei Spontaneinkäufen die Norm.
  6. "Linking Value": Verbindungen sind wichtiger als das Produkt.
  7. Im Netz fusst das Vertrauen auf dem Ruf: Rückmeldungen sind das neue Aphrodisiakum.
  8. Im Web 2.0 sind Firmen-Lügen ein Relikt vergangener Zeiten.
  9. Das Netz schafft soziales Kapital.
  10. Die Macht verschiebt sich von B2B zu C2C

(Gottlieb Duttweiler Institut (GDI). Alain Egli/Tobias Gremaud, Die Kundenrevolution: Warum Unternehmen umdenken müssen)

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